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BMU-Förderrichtlinie "Dekarbonisierung in der Industrie"

Created by Florian Lange | |   Niedersachsen Lokalnachrichten

Mit dem Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seit dem 01. Januar 2021 die energieintensive Industrie in Deutschland auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität.

Dabei werden Projekte in der energieintensiven Industrie gefördert, die prozessbedingte Treibhausgasemissionen, welche nach heutigem Stand der Technik nicht oder nur schwer vermeidbar sind, möglichst weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Bis Ende 2024 stehen für das Programm insgesamt rund 2 Mrd. Euro aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) zur Verfügung zur Verfügung.

Die Beihilfeintensität beträgt dabei für:

- Industrielle Forschung: 70 % für kleine Unternehmen, 60 % für mittlere Unternehmen, 50 % für große Unternehmen;

Experimentelle Entwicklung: 45 % für kleine Unternehmen, 35 % für mittlere Unternehmen, 25 % für große Unternehmen;

Beihilfen für Durchführbarkeitsstudien: 70 % für kleine Unternehmen, 60 % für mittlere Unternehmen, 50 % für große Unternehmen.

Aufschläge sind gemäß Artikel 25 Absatz 6 Buchstabe b AGVO möglich.

Gefördert werden sowohl Erforschung und Entwicklung, Erprobung und Demonstration als auch Investitionen in innovative Klimaschutztechnologien, die zur Vermeidung von prozessbedingten Treibhausgasemissionen der energieintensiven Industrie beitragen, gefördert. Das Programm richtet sich insbesondere an die Stahl-, Chemie-, Zement, Kalk- und Nichteisenmetallindustrie, aber auch an weitere energieintensive Branchen, welche mit einem Anteil von circa 20 Prozent an den deutschen Treibhausgasemissionen einen entscheidenden Faktor für die Erreichung des gesetzlich festgeschriebenen deutschen Klimaschutzziels 2030 und des Ziels der Treibhausgasneutralität 2050, bilden.

Fokus des Förderprogramms bilden folgende Maßnahmen: Treibhausgasarme/-neutrale Herstellungsverfahren; Innovative und hocheffiziente Verfahren zur Umstellung auf strombasierte Verfahren; Integrierte Produktionsverfahren sowie innovative Verfahrenskombinationen; Erforschung, Entwicklung und Erprobung von Alternativen zu Produkten, die in ihrer Herstellung prozessbedingte Emissionen verursachen; Treibhausgasarme oder -neutrale Herstellungsverfahren für diese alternativen Produkte und Investitionen in Anlagen; Brückentechnologien für substanzielle Schritte hin zur Treibhausgasneutralität; Monitoring und Evaluierung zur Erfolgskontrolle.

Nicht förderfähig sind Projekte zur Grundlagenforschung, Maßnahmen mit Schwerpunkt Energie- und Ressourceneffizienz oder Konstruktionstechniken im Leichtbau. Projekte zur CO2-Speicherung (CCS) sowie zur CO2-Abscheidung mit dem Ziel der CO2-Speicherung sind ebenfalls von der Förderung ausgeschlossen.

Die Richtlinie ist bis zum 30. 06. 2024 befristet. 

Ansprechpartner:

Florian Lange

Florian.Lange@NBank.de 

+49 (511) 30031 – 374